FAQ (häufig gestellte Fragen)

Jeder hat eine ungefähre Vorstellung davon, was das Berufsprofil Verkäufer/-in auszeichnet, doch das Aufgabenfeld ist umfangreicher, als es auf den ersten Blick erscheint.

In erster Linie beraten Verkäufer*innen Kunden und verkaufen Waren bzw. Dienstleistungen. Hinter den Kulissen erwartet Verkäufer/-innen jedoch noch eine ganze Menge anderer Tätigkeiten. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

➡️ Annahme, Sortierung, Auszeichnung und Präsentation von Waren

➡️ Abwicklung des Zahlungsverkehrs an der Kasse

➡️ Qualitätskontrolle der Waren

➡️ Prüfung und Pflege des Lagerbestands

➡️ Nachbestellung von Waren

➡️ Durchführung von verkaufsfördernden Maßnahmen

Gute Verkäufer*innen besitzen hervorragende Kenntnisse über ihr Sortiment und sind in der Lage, die Kundschaft umfassend über ein Produkt zu informieren und dessen Vorzüge herauszustellen. Kompetenz, Hilfsbereitschaft sowie Empathie sind Kennzeichen guter Verkäufer/-innen. Sie müssen sich in die Kunden hineinversetzen, die richtigen Fragen stellen und aktiv zuhören können.

Quelle: IHK München und Oberbayern

Wichtige persönliche Voraussetzungen sind unter anderem:

✅ Freude am Umgang mit Menschen

✅ Kommunikationsfähigkeit

✅ Zuverlässigkeit

✅ Interesse an Waren und am Verkauf

✅ Teamfähigkeit

Die Ausbildung kann mit allen Schulabschlüssen begonnen werden. 

Die Ausbildung zum Verkäufer/ zur Verkäuferin dauert regulär 2 Jahre und findet im dualen System statt:

➡️ im Betrieb (praktische Ausbildung)

➡️ in der Berufsschule (theoretischer Unterricht)

Bei einem guten Abschluss ist meist eine Verlängerung zum Einzelhändler / zur Einzelhändlerin möglich.

Im ersten Ausbildungsjahr: 1,5 Wochentage

Im zweiten Ausbildungsjahr: 1 Wochentag

Folgende Themen sind Gegenstand Ihrer Ausbildung an der Berufsschule:

Der Ausbildungsbetrieb
➡️ Stellung des Einzelhandels in der Gesamtwirtschaft
➡️ Struktur des Einzelhandels
➡️ Stellung des Ausbildungsbetriebs am Markt
➡️ Organisation des Ausbildungsbetriebs
➡️ Berufsbildung
➡️ Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
➡️ Warenwirtschaft

Beschaffung
➡️ Einkaufsplanung
➡️ Einkaufsabwicklung

Lagerung
➡️ Warenannahme
➡️ Warenlagerung
➡️ Bestandsüberwachung

Absatz
➡️ Verkaufsvorbereitung
➡️ Beratung und Verkauf
➡️ Verkaufsabrechnung
➡️ Werbung und Verkaufsförderung
➡️ Warensortimente

Buchführung und Kalkulation

Die Zertifikatsprüfung für berufsbezogenes Englisch findet einmal im Jahr (meist im April/Mai) statt.
Die genauen Termine finden Sie hier.

Es werden zwei unterschiedliche Niveaustufen angeboten:
      ➡️ Niveaustufe I (Einzelhandel, A2)
      ➡️ Niveaustufe II (Handel, B1)

Die schriftliche Prüfung besteht aus den Teilen Listening, Mediation (Englisch nach Deutsch) und Production (englischer Text), die jeweils ca. 20 - 30 Minuten dauern. In der 15 - 20-minütigen mündlichen Prüfung wird ein Dialog vorbereitet und mit einem Mitschüler / einer Mitschülerin geführt.

1 Warum sollte ich teilnehmen?
Wer sich auf eine Führungsposition oder Fachkraft im Münchner Einzelhandel bewirbt, weist mit dem Zertifikat nach, dass er berufliche Situationen auf Englisch lösen kann und seine Englischkenntnisse fundiert sind.

2 Wie bereite ich mich vor?
Zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung erhalte ich von meiner Englischlehrkraft Originalprüfungen mit Lösungen zum Durcharbeiten. Weiter wird eine Vokabelliste mit relevantem Wortschatz für die aktuelle Prüfung ausgehändigt.

3 Wie melde ich mich an?
Ich kläre im Betrieb, dass ich für den Prüfungstag freigestellt werde. Ich fülle das Anmeldeformular (erhältlich bei der Englischlehrkraft) aus und zahle die Prüfungsgebühr in Höhe von 30 € am Prüfungstag.

Falls Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne per Mail an Katrin Herrmann:
kt.herrmann@bs-eh-nord.muenchen.musin.de

Voraussetzungen:

✅ eine abgeschlossene Berufsausbildung

✅ mindestens ein Notendurchschnitt von 3,0 im Abschlusszeugnis der Berufsschule

✅ mindestens ausreichende Englischkenntnisse (also Note 4 oder besser)

Nach der bestandenen Ausbildung stehen Ihnen zahlreiche Weiterbildungs- und Karrierewege offen. 

Verkäufer/innen arbeiten überwiegend in Einzelhandelsbetrieben, z. B. in Kaufhäusern, Modehäusern, Supermärkten, Baumärkten oder im Versandhandel. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung kann unter bestimmten Voraussetzungen die Ausbildung um ein Jahr fortgesetzt und die Prüfung als Kaufmann/-frau im Einzelhandel ablegt werden.

Eine zielgerichtete Weiterbildung, wie zum Beispiel die Prüfung zum Handelsassistenten / zur Handelsassistentin oder zum Handelsfachwirt / zur Handelsfachwirtin hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen, z. B. ein Aufstieg in die Filialleitung. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Handelsbetriebswirtschaft erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z. B. als Teilhaber/in oder Inhaber/in eines Einzelhandels- oder Fachhandelsbetriebs oder durch eine Tätigkeit als freie/r Handelsvertreter/in oder Handelsmakler/in.

Mit dem mittleren Schulabschluss besteht auch die Möglichkeit des Übertritts auf die Berufsoberschule (BOS).

Quelle (modifiziert und erweitert): Agentur für Arbeit